by Neil vN on February 23, 2010
Chuck Arlund ist ein Fashion Fotograf aus Nashville, dessen Arbeit mich immer wieder beeindruckt. Als ein Freund, habe ich hin und wieder das Provoleg ihn zu seinen Techniken befragen zu können. Und jedes mal überrascht mich die Einfachheit seiner Lichtführung. Seine set-ups sind selten komplex, aber immer effektiv. Ich fühle mich überglücklich, dass er in dieser Woche einem Gastbeitrag über seine on-location Lichtführung zugestimmt hat. (Seht euch auch seinen Blog an blog for photographers.)

Einfache und effektive Lichtführung on-location

Reden wir über zwei Lichtführungsbeispiele, die ich sehr häufig verwende:
- einen nakten Systemblitz, der sehr nah am Objekt ist,
- einen kleinen Reflektor [Klicken Sie weiter ...]
by Neil vN on February 9, 2010
Mit dem Thema – Ausbalancieren von Blitz- und Umgebungslicht – scheinen viele Fotografieanfänger zu kämpfen. Die größte Hürde scheint es zu sein, den Ausgangspunkt zu finden, wie man die Belichtung für beides findet.
Ich möchte dieses Thema in diesem Beitrag ein wenig erforschen. Der Auslöser war eine Frage, die mir jemand per Mail geschickt hat, worin es um ein Foto aus meinem Buch über Blitzfotografie ging. Anstatt ihm die Frage direkt zu beantworten, dachte ich mir, dass eine weiterfassende Antwort die Sache noch mehr aufhellen könnte. Wir sind immer auf der Suche nach Aha-Effekten. Also lasst uns sehen, wohin uns dieses Thema führt. (Ich komme auf die spezielle Frage und Antwort am Ende des Beitrags zurück.)
Warum wollen wir also überhaupt einen Blitz verwenden, wenn das vorhandene Licht schon weich ist?
Die Antwort kann nur sein, dass wir mit einem Blitz die Richtung und Qualität des Lichts selbst bestimmen und ein dynamischeres Foto schaffen.
Man verwendet einen Blitz nicht zwangsläufig nur dafür, Verwackelungen der Kamera zu vermeiden oder um bei schwachem Licht zu fotografieren. Man benutzt einen Blitz, um besseres Licht auf das Objekt zu werfen. Man kann das bereits vorhandene Licht aus-/verbessern. Oder man erschafft dynamischeres und interessanteres Licht. Es geht um Kontrolle. Wir entscheiden. Also, wo fangen wir an?
Wenn ich in relativ flachem und gleichmäßigem Umgebungslicht arbeite, ist für mich die einfachste Herangehensweise, indem ich das Umgebungslicht um einem bestimmten Wert unterbelichte. Um wieviel wird das Umgebungslicht unterbelichtet? Nun, es hängt davon ab. In der Regel ist eine Blende gut. Zwei Blenden können auch funktionieren. Falls ihr schon mal Bilder in Mode- und Musikmagazinen gesehen habt, bei denen die Models in einem Lichtpool stehen und die sonnenbeschienende Skyline im Hintergrund dunkler ist, dann hat der Fotograf den Hintergrund um 2-3 Blenden unterbelichtet. Auch im starken Sonnenlicht. Wir haben also einen Spielraum. Das sollte ein wenig die Angst nehmen.
Das Umgebungslicht um eine Blende unterzubelichten und dann einen Blitz hinzuzufügen ist nur ein Szenario und nur ein Rezept. Dieser Ansatz wird nicht bei allen möglichen Situationen zutreffen, die so anfallen können. Er ist aber ein guter Strartpunkt, um die Große Frage anzupacken – Wo man anfängt das Blitz- und Umgebungslicht auszugleichen.
Fangen wir mit einem Beispiel an, bei dem die vorgenannte Methode nicht funktionieren würde:
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