Dieser Artikel wird den Anschein haben etwas trocken und übermäßig technisch zu sein… aber er betrifft Fragen, die mir oft gestellt werden. Bleibt also dran und wir gehen ein paar Grundlagen durch und sehen, wie alles zusammenpasst.
Es gibt zwei unterschiedliche Arten, wie ein Blitz gehandhabt wird. Manueller Blitz oder Auto / TTL-Blitz.
(Für den Zweck der Erklärung hier, können Auto und TTL-Blitz zusammengefasst werden, mit Bezug auf D-SLRs.)
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manueller Blitz
Zuerst, ein Blitz könnte einfach eine konstante Menge von Licht sein, die von einem Blitzgerät ausgestrahlt wird. Im Fall eines manuellen Blitzes gibt es KEINE Kontrolle durch das Blitzgerät oder der Kamera über die Intensität oder Dauer des Lichtimpulses vom Blitz.
Das ist manueller Blitz. Ein Fotograf kann die Leistung des Blitzgerätes regeln, indem er die Einstellungen in Teilleistungen des maximal möglichen Blitzes vornimmt, z.B.: ¼ Leistung, 1/16 Leistung. Es sollte klar sein, dass die absolute Leistung von ¼ Teilleistung von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein wird, da jeder Hersteller und Gerätemodel eine unterschiedliche Maximalleistung hat (Leitzahl). Eine manuelle Blitzbelichtung wird am einfachsten mit einem Handbelichtungsmesser ermittelt.
Beim manuellen Blitz bestimmen 4 Dinge die Belichtungsmessung des Objekts:
- die aktuelle Teilleistung des Blitzgerätes, (d.h. das Verhältnis zur Maximalleistung),
- die Entfernung zwischen Lichtquelle und Objekt,
- die Blende,
- die ISO.
Jede der 4 Einstellungen kann verändert werden, um das Licht zu kontrollieren, das auf das Objekt treffen soll.
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TTL-Blitz
Der zweite Weg die Blitzbelichtung zu steuern ist, als ein automatisch kontrollierter Blitzausstoß. Die Blitzleistung kann entweder vom Blitzgerät selbst gesteuert werden (gewöhnlich Auto mode genannt), oder von der Kamera in Verbindung mit dem kamerainternen Belichtungssystem (gewöhnlich TTL-Blitz genannt). Wenn der Blitz von der Kamera gesteuert wird, der dann an das durch die Linse fallende Licht misst, wird das Through-The-Lens Blitzmessung genannt, (darum TTL-Blitz).
Für die meisten Zwecke, um die Grundlagen der Blitzmessung mit D-SLRs zu verstehen, gibt es nur kleine Unterschiede zwischen dem Auto mode und TTL. Wie schon angemerkt, gruppieren wir der Einfachheit halber Auto und TTL zusammen. (Es gibt Unterschiede mit nicht digitalen Kameras und älteren Blitzgeräten, wie automatische Blitzgeräte und Kameras miteinander kommunizieren und die Erklärung wäre etwas komplexer)
Wie auch immer, beim TTL-Blitz wird die Leistung vom kamerainternen Belichtungsmesser verändert und kontrolliert. Das bedeutet, dass innerhalb einer bestimmten Reichweite die gewählte Blende oder ISO, oder die Entfernung zum Objekt die Blitzbelichtung nicht beeinflussen.
Das ist so ein entscheidender Punkt bei dem Verständnis von TTL, dass ich ihn zur Betonung nochmals wiederholen möchte.
Beim TTL-Blitz beeinflusst die gewählte Blende und ISO nicht die Belichtung (innerhalb einer bestimmten Verwendungsdistanz) – und wird für die Belichtungsmessung auf eine bestimmte Art transparent. Was aber die Belichtung beeinflusst, ist die Reflektivität des Objekts und wie groß das Objekt den Sucher ausfüllt.
Das ist etwas, was zunächst schwer zu verstehen ist, aber einfach mit der eigenen D-SLR überprüft werden kann. Zu Hause kann man irgendein Objekt im Umfeld fotografieren und dabei ein TTL-fähiges Blitzgeträt verwenden. Man kann die Blende von f4 zu f5.6 zu f8 verändern… und die Belichtungen sollten identisch sein. Genauso, wenn man die ISO verändert, die TTL-Blitzbelichtungen sollten alle gleich aussehen. Der Grund dafür ist, dass das TTL-Messystem der Kamera und des Blitzgerätes sich um die Grundbelichtung durch den Blitz kümmern… und schaffen das innerhalb eines Bereichs von gewählten Belenden und ISO. Das Blitzgerät schickt mehr oder weniger Licht aus, wie es für die korrekte Belichtung nötig ist… aber die Belichtungen sollten alle gleich aussehen.
Wenn wir nun auf die vier Dinge zurückschauen, die den manuellen Blitz beeinflussen, bemerken wir, dass scheinbar nichts davon, weder Entfernung, noch Blende, oder ISO, einen Einfluss auf die Blitzbelichtung hat. (innerhalb vernünftiger Reichweiten natürlich)
Und daran liegt es, dass ein riesiger Unterschied zwischen den Herangehensweisen an die Belichtungsmessung von manuellem und TTL-Blitz besteht.
Die einzige Möglichkeit den TTL-Blitz zu kontrollieren, ist durch die Blitzkompensation. Man kann den manuellen Blitz mit jeder der vier Einstellungen verändern, aber beim TTL-Blitz ist man gezwungen die Blitzkompensation zu verwenden.
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Bei diesen Unterschieden kann man die individuellen Stärken der beiden Betriebsarten sehen. Und das wird uns dahingehend beeinflussen, welche der beiden wir letztendlich verwenden werden.
Beim manuellen Blitz hat die Reflektivität oder die Wahl der Bildkomposition (d.h. wie wir das Objekt im Bild positionieren) absolut keinen Einfluss auf die Belichtungsmessung, da der Blitz eine feststehende Größe in der Gleichung bleibt.
Das ist ein absolut wichtiger Aspekt der manuellen Blitzfotografie. Wenn wir einmal das Lichtsetup in einem bestimmten Abstand aufgebaut und die Blende und ISO ermittelt haben, dann wird die Reflektivität des Objektes (d.h. wie viele dunkle oder helle Töne vorhanden sind) KEINEN Einfluss auf die Belichtung haben.
Wie auch immer, beim TTL-Blitz beeinflussen die Reflektivität/Tonalität des Objektes und die Bildkomposition die Blitzmessung. Und darum muss man oft die Blitzleistung mit der Blitzkompensation nachregeln.
mehr über Blitzkompensation
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Die in diesem Artikel erklärten Konzepte sind für das weitere Verständnis so grundliegend, dass ich dringend rate, sie noch einmal zu lesen, bis sie für jeden einen Sinn ergeben. Man sollte auch andere Webseiten oder Bücher zu diesem Thema lesen. Es ist zum Verständnis außerdem wichtig, mit der eigenen Kamera und Blitz Sachen selbst auszuprobieren und herauszufinden.
Durch das vollständige Begreifen des Unterschieds zwischen manuellem und TTL-Blitz, wird der Ansatz das Umgebungslicht mit dem Blitzlicht auszubalancieren sehr viel einfacher. Aber das wird Gegenstand eines anderen Artikels sein. :)
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause
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