by Neil vN on February 29, 2008


1/100 @ f1.6 @ 1000 iso
“Die Verschlusszeit ziehen” ist ein Ausdruck der für die Technik verwendet wird, eine Verschlusszeit zu wählen, die lang genug ist, um das Umgebungslicht so zu messen, dass es beim geblitzten Foto in das Bild mit einfließt.
Dieser Ausdruck kommt ursprünglich aus einer Era, als die Fotografen die Blitzbelichtung ausserhalb von Studios berechnet haben, indem sie:
- die ISO gemäß des eingelegten Films eingestellt haben,
- die Blende entsprechend der Entfernung zum Objekt gewählt haben (abhängig von der Leitzahl des Blitzgerätes),
- dann die Verschlusszeit als EINZIGES unabhängiges Mittel benutzen konnten, um mehr Umgebungslicht einzufangen, indem die Verschlusszeit weit länger als die maximale Blitzsynchronzeit gewählt wurde, wenn im Dunkeln geschossen wurde.
(Das hat bei Farbnegativfilm sehr gut geklappt, da die Entwicklungslabore den Spielraum an Fehlbelichtung beim Ausentwickeln ausgleichen konnten.)
Wie auch immer, mit einem TTL-Blitz an einer D-SLR, hat man weit mehr Möglichkeiten, als diese. Und in der Zeit von TTL-Blitzfotografie bin ich der Meinung, der Ausdruck “die Verschlusszeit ziehen” ist veraltet.
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by Neil vN on February 22, 2008

(1/20th @ f2.8 @ 1250 iso)
Ich werde oft gefragt, ob ich auch mal ein Stativ benutze, um die langen Verschlusszeiten zu meistern, mit denen ich oft fotografiere. Die Fragen zielen auch oft darauf ab, freihändig, oberhalb der Grenze von einer 1/60 Sekunde, zu fotografieren.
Die Wahl der Verschlusszeit, bei der man (genügend) scharfe Fotos bekommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel, wie schnell und in welchem Winkel zur Kamera sich das Objekt bewegt und ob man die Kamera mitzieht. Ausserdem von dem verwendeten Objektiv, der Sensorgröße und ob man die Kamera ruhig halten kann. Glück spielt dabei auch eine Rolle und wie groß das Bild später mal dargestellt werden soll.
Ich werde keine großen Erklärungen jeden Aspekts versuchen, die alle Situationen abdecken, die uns als Fotografen begegnen können. Aber ich werde auf die Möglichkeiten eingehen, die meine Arbeit betreffen, was in erster Linie die Arbeit eines Hochzeitsfotografen und on-location Portraitfotografen in New Jersey ist.
Ich habe eine Vorliebe für Schärfe. Ich mag knackige Fotos ohne viel Bewegungsunschärfe. Aber das ist eine persönliche, künstlerische Vorliebe. Deshalb tendiere ich dazu, mit einer kürzeren Verschlusszeit zu arbeiten, wenn es mir möglich ist. Das ist auch einfach deshalb, weil ich keine besonders ruhige Hand habe, um die Kamera still zu halten.
Um kurze Verschlusszeiten zu ermöglichen, verwende ich lichtstarke Objektive und hohe ISO-Werte. Oder ich verwende einen Blitz, um Bewegungen einzufrieren. Aber manchmal muss ich eine lange Verschlusszeit wählen, um in dunklen Umgebungen zu fotografieren …
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