
[ Nikon D3; Nikon 200mm f2 AF-S VR .. 1/100th @ f2 @ 1250 ISO ]
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Mein Freund Steve Z aus Colorado war ein paar Tage hier, um die Familie und Freunde in NJ zu besuchen. Wir haben uns zusammengetan, um ein Fotoshooting zu machen und ich habe dafür Priscilla angerufen, ein Model mit dem ich schon zusammengearbeitet habe. Glücklicherweise habe ich die Erlaubnis bekommen, im Peterson Museum fotografieren zu dürfen – ein interessantes historisches Bauwerk.
Steve Z ist ebenfalls ein Freund von fotografischer Lichtführung, weshalb wir einen Haufen Ausrüstung eingepackt haben (einen Beautydish, Softboxen, Systemblitze und Videolichter). Wir waren darauf vorbereitet, richtig viel mit Licht herumzuspielen.
Als wir im Museum ankamen, rutschte mir das Herz in die Hose, weil ich sah, dass alles mit Leuchtstoffröhren überflutet war. Meine bisherige Erfahrung war: Leuchtstoffröhren = hässliches Licht. Dann dachte ich mir, dass es vielleicht eine Gelegenheit wäre, ein bisschen Material für ein Tutorial über Blitz- und Leuchtstoffröhrenlicht zu sammeln. Wenn ich bidher mit dem hässlichen grünen Leuchtstoffröhrenlicht arbeiten musste, dann habe ich es immer mit Blitzlicht überstrahlt. Leuchtstoffröhren verursachen oft einen grünen Farbstich und das unvollständige Farbspektrum macht es manchmal schwierig, tolle Hauttöne zu bekommen. Das Licht flackert auch und der Weißabgleich kann sich verändern, je nachdem welchen Zyklus des Flackerns man erwischt. Also dachte ich, dass das gutes Material für eine Anleitung hier wäre…
Um zu zeigen, dass Leuchtstoffröhren Veränderungen des Weißabgleichs verursachen können, habe ich den WA auf einen annähernden Kelvinwert (4350 K) an der Kamera eingestellt. Die Nikon D3 auf Continuous Autofokus gestellt, habe ich drei Sequenzen von jeweils 8 Bildern losgefeuert. Die erste Serie mit 1/100 Verschlusszeit und die anderen beiden mit 1/60.
Und zu meiner Überraschung sah das Licht großartig aus! Auf jedem einzelnen Bild gleichmäßiges Licht.
Nicht einmal ein Hauch von Grün. Es war zwar wärmer als Tageslicht, aber trotzdem großartig.
Den Großteil der 2+ Stunden Session haben wir mit verfügbarem Licht fotografiert… Leuchtstoffröhrenlicht! Schlagt mich mit einer Feder!
Das Foto oben ist nur Umgebungslicht!
Bei der Nachbearbeitung der RAW-Datei habe ich die Gelbtöne etwas reduziert und ein bisschen Magenta hinzugegeben, um die Hauttöne schön herauszuarbeiten. Und mit dem selektiven Anpassungstool in ACR/Bridge habe ich zwei helle Stellen reduziert und ein Auge etwas aufgehellt.
Ich bin immer noch überrascht, dass das Licht so gut und gleichmäßig war, besonders für Leuchtstoffröhren. So viel zu meinem Vorurteil, dass Leuchstoffröhrenlicht schlecht sein muss.
Offensichtlich hängt das von den verwendeten Leuchtstoffröhren ab, so wie von anderen Einflüssen, z.B. wie alt die Röhren sind. Aber egal welche Röhren sie in dem Museum verwenden, sie müssen magisch sein, wenn man das überraschend gute Licht bedenkt. [Klicken Sie weiter ...]