
Das Licht auf Valerie kommt vom Abendhimmel, ein Paar Stadtlichtern und etwas von einem Parkhaus. All das hat sich summiert, um ein spontanes Portrait mit avilable light von ihr, inmitten eines Parkplatzes, zu machen.
Meine Einstellungen waren: 1/160th @ f1.4 @ 1250 ISO
Meine Kamera: Nikon D3 und Nikon 85mm f1.4
Das Licht war weich, aber nicht notwendigerweise das beste, um ein Portrait zu machen, bei dem sie einfach nur in die Kamera schaut. Durch die ringsumstehenden Gebäude, kam das Licht zu sehr von oben. Also bat ich Valerie leicht nach oben zu schauen und so fiel mehr Licht auf ihr ganzes Gesicht und hat ihre Augen nicht in Schatten gehüllt. Ich habe durch das Positionieren von Valerie das Umgebungslicht kontrolliert.
Somit komme ich zu einem Punkt, der mich ärgert, wenn ich ihn in Foren lese: Dass eine Kamera mit hohen ISO-Fähigkeiten einen Blitz überflüssig macht. Das ist einfach nicht wahr! Die Möglichkeit bei wenig Licht mit einer hohen ISO zu fotografieren, heisst nicht zwangsläufig, dass das Licht auf dem Objekt gut ist. Sehr oft kann man das existierende Licht verbessern, indem man einen Blitz, Videolicht oder einen Reflektor verwendet.
Das ist ein Beispiel von der gleichen Fotosession in den Straßen von Nashville, wo Valerie und ich am frühen Abend herumgelaufen sind, um zu sehen, was für interessante Portraits wir machen können.

Ich habe die gleiche Kamera und Linse benutzt und ich mag das defokussierte Hintergrundlicht (Straßenlaternen, Autos und Gebäude) hinter ihr. Der Hintergrund sieht klasse aus und ich habe ein hübsches Model… aber das Licht auf ihr ist sehr ungleichmäßig und wenig schmeichelnd.
Ich hatte mich entschlossen, einen Blitz von der Seite des Gebäudes zu bouncen, das man im ersten Bild sehen kann. Es stand ziemlich weit weg, ungefähr 5 Fahrzeuglängen. Ein ziemlich extremes Beispiel für einen gebouncten Aufsteckblitz.
Ich hatte aber die Möglichkeit durch die lichtstarke Linse und eine hohe ISO.

Das zusätzliche Licht vom Blitz hat ihre Gesichtszüge verbessert. Das Licht ist nicht perfekt, aber in meinen Augen eine riesige Verbesserung im Vergleich zum ersten Bild, bei dem ich einfach auf das mir zur Verfügung stehende Umgebungslicht vertraut habe. Ich mag auch die Art, wie nun das Licht ein zufälliges Muster auf ihrer Haut erzeugt.
Der Punkt, den ich hier zeigen (oder besser herausarbeiten) will, ist, dass eine Kamera, die einem die Freiheit gibt, bei wenig Licht zu fotografieren (und lichtstarke Linsen), nicht damit gleichzusetzen ist, auf die Qualität des Lichts zu achten, das man hat.
Man muss immernoch darauf achten, ob das Licht ideal und interessant ist und ob es dem Objekt steht und es dann aufbessern, wenn man meint, dass es passt. Mit anderen Worten: Auch wenn man die Möglichkeit hat, mit einer hohen ISO zu fotografieren, ersetzt es nicht den ständigen Blick nach der Richtung und Qualität des Lichts.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause