Belichtungsmessung für manuellen Blitz mit Softbox

by Neil vN on May 18, 2009

Valerie ist das fantastische Model, das bei meinem Blitzfotografie Workshop letzte Woche in Nashville geholfen hat. Wie ich in dem Artikel erwähnt habe, werde ich hier ein wenig mehr erklären, wie ich die Belichtung beim manuellen Blitz in einer Softbox im Freien messe. Und um alle vorzubereiten, hier ist das Set-Up, das ich benutze - ein Aufsteckblitz im manuellen Betrieb, in einer Softbox und mittels PocketWizard ausgelöst.

Hier ist das Ergebnis. (Sieh auch den Beitrag über den Nashville Workshop an.)

Die Lichtführung ist einfach. Die Softbox wird hier zu meiner linken Seite gehalten. Die Farben und der Kontrast wurde von mir in ACR (innerhalb der Bridge) eingestellt, als Teil meiner üblichen Nachbearbeitung. Und hier ist das available light Foto, bevor der Blitz hinzukam.

Wie man bei diesem Foto sieht, habe ich das Umgebungslicht um eine Belichtungstufe unterbelichtet. Ich habe das Umgebungslicht mit einem Handbelichtungsmesser gemessen, aber ich hätte genauso gut die Histogramm Methode anwenden können.. und dann habe ich die Belichtung um eine Stufe heruntergeregelt. Ich kann das mit der Verschlusszeit, Blende oder ISO regulieren, oder mit einer Kombination davon.

Mein Belichtungsmesser ist ein Sekonic L-358. Ich habe den mit dem Modul, das die PocketWizards auslöst, sobald ich die Messung betätige. Das macht ihn weniger schwerfällig im Umgang. Aber wenn man das Histogramm benutzt, um selektiv das weiße Shirt zu messen, wäre man genauso schnell am Ziel gewesen.

Meine Einstellungen für die Bildfolge waren: 1/200th @ f5.6 @ 200 ISO.

Diesmal war ich nicht genau bei der maximalen Blitzsynchronzeit (1/250 bei dieser Kamera), da ich im Schatten und nicht im hellen Licht gearbeitet habe. In dem Moment, wenn ich im hellen Licht bin und einen Blitz verwende, macht es am meisten Sinn mit der maximalen Blitzsynchronzeit zu arbeiten und die Einstellungen von dort aus zu finden.

Das Umgebungslicht habe ich mit 1/200th @ f4 @ 200 ISO gemessen. Noch einmal, das hätte man entweder mit dem Handbelichtungsmesser oder mit dem Histogramm ermitteln können.

Danach habe ich die Einstellungen so verändert, dass ich eine Belichtungsstufe unterbelichtet habe. Ich hätte irgendeine der Einstellungen ändern können oder eine Kombination daraus. In diesem Fall habe ich einfach die Blende auf f5.6 gestellt, da ich schon an der untersten Grenze der ISO für diese Kamera war. Dann habe ich den Blitz auf eine bestimmte Leistung eingestellt…

Manueller Blitz wird durch 4 Faktoren geregelt:

- Blende
- ISO
- Entfernung zwischen Lichtquelle und Objekt
- und Blitzleistung.

Bei diesem Beispiel hatten wir festgelegt, welche Blende und ISO wir verwenden wollten, was nur die Entfernung und Blitzleistung zur Regulierung übrig lässt.

Wie weit halten wir nun also die Softbox vom Model entfernt?

Hierbei balancieren wir die Entscheidung aufgrund einiger Faktoren aus. Je größer die Lichtquelle (im Vergleich zum Objekt) ist, desto weicher wird das Licht. Man benötigt aber auch eine komfortable Arbeitsdistanz, in der die Softbox nicht auf dem Bild erscheint. Wenn man die Softbox zu weit entfernt hält, wird das Licht schrittweise härter. Wir würden uns in der Praxis selbst ausbremsen, wenn wir nach den Formeln und Set-Ups aus Lehrbüchern vorgingen. Es ist einfacher, damit flexibel bei einem Shooting umzugehen und den perfekten Punkt zu finden, an dem sich das Licht zu einem gewissen Grad um das Objekt hüllt und man trotzdem noch genügend Platz hat, um sich bewegen zu können ohne die Position des Lichts zu oft verändern zu müssen.

In diesem Fall hat jemand der Workshopteilnehmer die Softbox an einem Monopod gehalten. Das macht es viel leichter, die Position des Lichts zu verändern, wenn sich auch das Model verändert.

Als wir die ungefähre Position für die Softbox herausgefunden hatten, mussten wir die Leistung des Blitzes auf f5.6 einstellen. Es gibt ein wenig Spielraum bei dieser Methode. Wenn man 1/3 Stufe mehr oder weniger Licht braucht, kann man einfach die Softbox etwas näher heran oder weiter weg bewegen. Das ist einfacher, als den Blitz immer hoch und herunter zu nehmen und die Leistung am Gerät selbst einzustellen.

Und dann ist da natürlich noch der Spielraum, den das RAW Format bietet. Im obersten Bild musste ich die Belichtung um 2/3 Stufen in ACR runterregeln. Anscheinend ist die Person am Lichtständer während der Session etwas näher gerückt. Aber das ist während der Aufnahme des Fotos weniger ein Problem, als den Rhythmus der Session beizubehalten. Besser als für die Lichtjustage immer zu unterbrechen, ist es, den kleinen Fehler bei der Nachbearbeitung zu korrigieren.

Auch wenn es scheint, dass es eine verwirrende Zahl von Einstellungen zu verändern gibt, so sind sie nicht vollkommen willkürlich und alles fällt an seinen Platz, mit dem gewissen Maß an Logik.

Um alles noch einmal zu bestätigen, ist hier ein älterer Beitrag, der ebenfalls das Thema behandelt Nun, wie sind deine Einstellungen?

Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause

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