Nach den vorangegangenen Beiträgen über Videolicht bei unbewegten Motiven kommt die Frage auf, warum man Videolicht einem Blitz vorziehen möchte. Zwei der Hauptvorteile sind, dass man genau das sieht, was man bekommen wird und dass ein Videolicht eine bestimmte Dramaturgie erzeugt. Bei einem Videolicht fällt das Licht an den Seiten abrupt in den Schatten ab. Das ist aber genau die Qualität von Licht, die ganz einfach zu einer dramatischen Ausleuchtung führt.
Beim folgenden Bild (aufgenommen bei dem Workshop kürzlich in Portland) habe ich einen gebouncten Blitz benutzt, um das Model und die ganze Szene auszuleuchten. Das ist der Vorteil und auch das Problem beim Bouncen. Es tendiert dazu, die ganz Szene aufzuhellen. Beim nächten Foto habe ich dagegen Videolicht für einen dramatischeren Effekt benutzt.
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Kameraeinstellungen für das erste Foto mit gebounctem Blitz:
1/160th @ f4 @ 800 ISO
Kameraeinstellungen für das zweite Foto (mit Videolicht):
1/80th @ f3.5 @ 1000 ISO
Bei dem Foto, wofür ich den Blitz verwendet habe, habe ich bewusst eine kürzere Verschlusszeit gewählt, um mehr Umgebungslicht auszusparen und damit dem Blitz ermöglicht die Szene zu dominieren und das Bild weiter aufzuhellen. Natürlich gibt es nicht bloß diese beiden Möglichkeiten, die Szene auszuleuchten. Es gibt 101 Wege, um gute Resultate zu erzielen. Alleine schon beim Aufbau für das erste Foto hätte ich komplett andere Einstellungen vornehmen können. Ich hätte das Umgebungslicht mehr mit einbeziehen können, indem ich eine längere Verschlusszeit und größere Blende gewählt hätte… und den TTL-Blitz via der Blitzkompensation heruntergeregelt hätte.
Und das ist das Schöne, am Spielen mit dem Licht. Es ergeben sich so viele Möglichkeiten. Es ist eure Wahl.
Zurück zu den beiden Fotos von oben. Hier sind die Testaufnahmen nur mit Umgebungslicht, zum Vergleich…
Bei dem geblitzten Bild kann man sehen, wie meine gewählten Einstellungen das Umgebungslicht im Vergleich zum fertig geblitzten Foto herausgehalten haben. Ich habe das mit einer kürzeren Verschlusszeit gemacht. Aber die Blende und ISO spielen hier auch eine Rolle.

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Das sind zu 60% die coole Location, 20% das heiße Model und 20% das Videolicht.
Wer auch immer für diese Innenausstattung verantwortlich ist, muss einen Großteil der Anerkennung erhalten.
Zurück zum Videolicht. Wie man sehen kann, erzeugt das Videolicht einen konzentrierten Spoteffekt und das verleiht dem ganzen Dramaturgie.
Ausrüstung:
Nikon D3 // Nikon 24-70mm f2.8 // SB-900 speedlight

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