Ich möchte diese Überarbeitung darüber hinzufügen, wie ich das berühmt berüchtigte schwarze Schaumding benutze. Grundsätzlich ist es nur eine kleine Vorrichtung, die ich dazu benutze, um das Licht meines Blitzes davon abzuschirmen direkt auf ein Objekt zu treffen, wenn ich nach vorne bounce. Es hat noch einen weiteren Nutzen, da ich es an der ‘Unterseite’ des Blitzkopfes befestige und somit das Licht daran hindere Personen ins Gesicht zu treffen, die neben oder hinter mir stehen. Es ist wirklich hilfreich mit einem Blitz unaufdringlich zu sein.
- weiches, gerichtetes Licht
Das ist der hauptsächliche Grund, warum ich das Stück Moosgummi an meinem Blitz verwende, wenn ich in Räumen blitze. In dem Moment, in dem ich den Blitz ‘in Richtung’ meines Objektes bouncen will, anstatt über meine Schulter und weg vom Objekt, verhindere ich somit die Möglichkeit von zu viel Licht auf dem Objekt. Das verursacht für gewöhnlich harte Schatten und glänzende Reflektionen auf der Haut. Direktes Licht von einem Aufsteckblitz sieht selten gut aus. Und ja, meiner Meinung nach beeinhaltet das auch einen Ringblitz – hässliches Licht, das irgendwie wieder modern geworden ist. Aber das ist eine andere Geschichte.
Was ich beim Bouncen in Räumen versuche, ist gerichtetes Licht zu bekommen, das auch weich ist. Ich bekomme kein gerichtetes Licht, indem ich den Blitz direkt hinter mich oder an die Decke über mir werfe. Wenn man das Licht zur Seite und auch etwas ‘in Richtung’ des Objektes bounct, kann man eindrucksvolles, dramatisches Licht mit nur einem Aufsteckblitz erzeugen. Hier ist ein Beispiel von einem der letzten Workshops:

In meinen Augen sieht das erstaunlich gut aus für nur einen Aufsteckblitz (und dem Einbeziehen des Umgebungslichts). Was wir hier simuliert haben, ist ’short lighting’ wie es sonst in Studios angewand wird.
Lies auch diesen weiterführenden Artikel darüber, warum ich ein Stück schwarzen Schaumstoff nehme und keinen weißen.
Dann gibt es noch einen zusätzlichen Nebeneffekt, wenn man den schwarzen Schaum zum Abschatten benutzt:
- das Verhindern, dass Blitzlicht Personen direkt in die Augen trifft
Das ist ebenfalls wichtig. Wenn man einen Blitz hinter sich oder zur Seite bounct, verschwendet man eine riesige Menge an Licht vom Blitz… aber es sieht gut aus. Auf diese Weise schickt man eine Menge Licht raus und das kann für Gäste oder herumstehende Personen wirklich nervig werden.
Hier sieht man, dass das Licht des Blitzes nach oben gelenkt wird und nur sehr wenig davon wird die Netzhaut der umstehenden Personen verbrennen können.
Nun, was ich mit diesem Artikel auch zeigen möchte, ist, dass ich das Stück schwarzen Schaum manipuliere.
Der ursprüngliche Artikel über meine Lieblingslichtformer hat das süße Stück schwarzen Moosgummi gezeigt, das auch ein Stückchen länger als der ist, den ich normalerweise verwende. In der Praxis falte ich ihn und forme ihn so, wie ich ihn haben möchte. Genau sooo viel, wie ich möchte, dass er das Licht blockiert. Das Stück Schaum kann um den Blitzkopf gewickelt, oder am Blitzkopf hoch und runter verschoben werden. Ich richte diesen Halbspot/Abschatter in der Art und Weise aus, wie ich ihn für jede bestimmte Situation brauche, abhängig davon, was ich mit dem Blitzlicht anstellen möchte.
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Zu guter Letzt, ein weiterer Vorteil ..
- es ist günstig und einfach.
Diese kleine Vorrichtung bietet alles, was man für höchst qualitatives Licht von einem Aufsteckblitz braucht. Es gibt keine teure Version Nr. 2, die man ein Jahr später kaufen muss. Es ist ein billiges Stück schwarzen Mossgummies, das von einem Haargummi gehalten wird. Das ist alles… oh, und natürlich der erforderliche Bedacht, den man benötigt um ihn sinnvoll zu verwenden.
Schlussendlich dreht es sich hier nicht um ein speziell geformtes Zubehörteil mit einem fantastisch designten Befestigungsband, nach strengen Vorgaben gefertigt und perfekt durchentwickelt. Es dreht sich hier gänzlich um die Technik. WIE man das Licht seines Blitzgerätes benutzt.
Es trennt den zubehörlastigen Ansatz (“Das Teil oben auf meinem Blitz löst all meine Probleme!”) .. vom künstlerischen Ansatz (“Was möchte ich mit meinem Licht erreichen?”).
Im Mittelpunkt all dessen steht die Belichtungstechnik.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause



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ich würde es einfach schwarzes moosgummi nennen. so heisst dieses material bei uns hier in österreich.
kriegt man fast überall, in jeder grösse und fast jeder farbe.
kostet…fast nix…
;-)
ist wirklich genial einfach dieses teil.
grts
olympus
Das stimmt und im Text ist das Material auch als Moosgummi (so wird es auch in Deutschland genannt) beschrieben. Ein Din A4 großes Stück reicht für 2 Blitzgeräte und kostet im Bastel- und Schreibwarenladen ca. 0,80 €.
Es ist einfache und super Idee – ich muss unbedingt ausprobieren, wenn es funktioniert werde ich die alle kleinen super „teuren Bounce“ wegwerfen :-))