Seit ungefähr einem Jahr versuche ich permanent den Blog weniger hochzeitslastig zu gestalten und mehr in Richtung generelle Fotografie und Peoplefotografie zu steuern.
Dennoch bekomme ich eine große Anzahl von Fragen, die sich auf die Hochzeitsfotografie und speziell auf die Hochzeitsfeier beziehen. Da der Großteil meiner Arbeit als Hochzeitsfotograf in New Jersey entsteht, dacht ich, dass ich hier ein bisschen das Fotografieren bei Hochzeitsfeiern vertiefe.

Vor ein paar Jahren hätte ich regulär zusätzliche Blitzgeräte im Saal verwendet, um mehr Licht zu haben und um die gefürchteten schwarzen Hintergründe, in denen alles mündet, zu vermeiden. Aber das mache ich kaum noch und habe seit mehr als einem Jahr schon kein zusätzliches Blitzlicht mehr während einer Feier benutzt.
Ungefähr als ich angefangen habe die Canon 1D mk3 zu benutzen, hatte ich beschlossen, kein zusätzliches Blitzlicht mehr im Saal zu verwenden. Ich kann heutzutage wirklich die Möglichkeiten der hohen ISO-Einstellungen an einer Kamera benutzen, um das Umgebungslicht einzufangen. Und mit Kameras wie der Nikon D700 (B&H), Canon 5D und Canon 5D mkII (B&H) sind einem gute Ergebnisse bei hohen ISO-Werten möglich.
Andere Gründe, um auf zusätzliche Blitze im Hochzeitssaal zu verzichten, haben mit der Logistik, dem Platz und der räumlichen Beschaffenheit zu tun. Ziemlich häufig ist dort einfach kein Platz, um ein oder zwei Stative aufzustellen. Ausserdem verwenden immer mehr Säle an die Decke gerichtete Leuchten, was hilfreich ist, einen farbigen und interessanteren Hintergrund zu schaffen; und zusätzliche Blitzgeräte würden diese Stimmung bloß zerstören.
Um mal ein paar Beispiele von Hochzeiten in diesem Jahr zu zeigen:
Alle Beispiele sind mit einem Aufsteckblitz mit dem schwarzen Schaumding entstanden, wobei der Blitz für gewöhnlich hinter mich oder zur Seite gebounct wurde.
Kameraeinstellungen: 1/30 @ f3.2 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 24mm; Nikon SB-900
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Kameraeinstellungen: 1/125 @ f2.8 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 70-200mm f2.8 AF-S VR @ 200mm; Nikon SB-900
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Kameraeinstellungen: 1/100 @ f4.5 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 24mm; Nikon SB-900
In einem Festzelt hat man immer eine reflektierende Fläche hinter sich, egal wohin man sich dreht. Was die Benutzung eines Blitzes angeht, ist das eine der einfachsten Situationen, in der man sich befinden kann.
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Kameraeinstellungen: 1/60 @ f3.5 @ 2000 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 24mm; Nikon SB-900
Ich versuche oft das Licht des DJ zu nutzen, um eine Trennung vom Hintergrund zu bekommen und insbesondere, um einen schwarzen Hintergrund zu vermeiden.
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Kameraeinstellungen: 1/30 @ f3.2 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 35mm; Nikon SB-900
Ich habe absichtlich beim Auslösen gezoomt, während ich eine lange Verschlusszeit hatte. Es hat einige Versuche benötigt, um ein paar brauchbare Bilder zu erhalten. Man muss wirklich den wichtigsten Bildteil in der Mitte platzieren, wo der Zoomeffekt am wenigsten auftritt. Und es ist ein bisschen schwierig die Kamera ruhig zu halten, während man plötzlich am Zoomring dreht.
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Kameraeinstellungen: 1/50 @ f2.8 @ 2000 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 70-200mm f2.8 AF-S VR @ 200mm; Nikon SB-900
Beim Hochzeitstanz benutze ich meistens das 70-200mm f2.8 weit geöffnet und warte auf den perfekten Ausdruck. Ich hatte mich so hingestellt, dass sich im defokussierten Hintergrund Lichter befinden, die eine Trennung von Objekt und Hintergrund unterstützen. Den Blitz habe ich nach rechts in den großen Saal gebounct.
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Kameraeinstellungen: 1/60 @ f2.8 @ 2000 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 24mm; Nikon SB-900
Das schwarze Schaumding bei der Arbeit… Es gab mir die Möglichkeit nach links und etwas in Richtung der Reihe von Musikern zu bouncen. So konnte ich eine Lichtquelle erschaffen, die gleichmäßig weit von jedem entfernt war und somit war auch auf jedem gleich viel Licht. Das vereinfacht meine Bildbearbeitung und ich muss keine Fotos in Photoshop nachbearbeiten.
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Kameraeinstellungen: 1/125 @ f2.8 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 70-200mm f2.8 AF-S VR @ 115mm; Nikon SB-900
Dieses Foto ist irgendwo auf diesen Seiten schon mal aufgetaucht. Aber ich dachte, es wäre hier ein tolles Beispiel. Hier habe ich auch wieder Lichter im defokussierten Hintergrund gesucht, vor dem ich mich in Linie mit dem Objekt positioniert habe.
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Kameraeinstellungen: 1/100 @ f5.6 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 105mm f2.8 macro AF-S VR; Nikon SB-900
Ich benutze die gleiche Technik für Detailaufnahmen, wie bei diesem Foto der Hochzeitsringe. Ich habe den Blitz an die Wand gegenüber geworfen. Das heisst, der Blitz ging “über” die Ringe und das Licht kam von der gegenüberliegenden Seite der Kamera zurück. Ich habe mit dem schwarzen Schaumding das Licht so geblockt, dass kein direktes Licht vom Blitz auf die Ringe und Blumen fallen konnte.
Da wir gerade bei Detailaufnahmen sind – Ich wechsel bei Detailaufnahmen zwischen den Objektiven 85mm f1.4, weit geöffnet und ohne Blitz und dem 24-70mm f2.8 auf der zweiten Kamera mit Blitz. Der Blitz ist dabei zur Seite gebounct, um gerichtetes Licht zu bekommen.

Kameraeinstellungen: 1/80 @ f4 @ 1600 ISO; TTL bounce flash
Ausrüstung: Nikon D3; Nikon 24-70mm f2.8 AF-S @ 24mm; Nikon SB-900
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Und nun die große Frage – eine, die regelmäßige Leser dieses Blogs schon wissen:
Wie habe ich bei diesen Fotos das Blitzlicht gemessen?
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause







