Chuck Arlund ist ein Fashion Fotograf aus Nashville, dessen Arbeit mich immer wieder beeindruckt. Als ein Freund, habe ich hin und wieder das Provoleg ihn zu seinen Techniken befragen zu können. Und jedes mal überrascht mich die Einfachheit seiner Lichtführung. Seine set-ups sind selten komplex, aber immer effektiv. Ich fühle mich überglücklich, dass er in dieser Woche einem Gastbeitrag über seine on-location Lichtführung zugestimmt hat. (Seht euch auch seinen Blog an blog for photographers.)
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Einfache und effektive Lichtführung on-location
von Chuck Arlund

Reden wir über zwei Lichtführungsbeispiele, die ich sehr häufig verwende:
- einen nakten Systemblitz, der sehr nah am Objekt ist,
- einen kleinen Reflektor
Verwendung eines nakten Systemblitzes / Lichtstab
Ich mag es, meinen Systemblitz sehr nah an das Objekt heranzubringen – auf ca. 60cm.
Ich benutze dafür das hier: Ein Monopod (Einbeinstativ) und einen Systemblitz, der nötigenfalls durch einen Pocket Wizard oder Radio Popper ferngesteuert wird.

Mein 4-jähriger Sohn, der mir an diesem Tag assistiert hat.
Hier ist eine Bildserie, die meinen Gedankengang protokolliert, wie ich einen Blitz einsetze.
Als erstes finde ich heraus, wie meine Grundbelichtung aussehen soll.
Da ich den Blitz an einem sonnigen Tag einsetze, stelle ich die ISO auf 100.
Meine Blitzsysnchronzeit ist 1/200 Sek.
Ich muss also nur noch meine Blende herausfinden.
Wenn ich mir um die Schärfentiefe Gedanken machen muss, benutze ich die Radio Popper, um eine schnellere Blitzsynchronzeit zu haben, die mir eine geringere Schärfentiefe ermöglicht.
Das ist, wenn die Sonne so hell ist… und wenn man nur die maximale Blitzsynchronzeit von 1/200 hat, bedeutet das für gewöhnlich etwas wie Blende f13.
Der Trend geht heute dahin, mit weichem Licht zu fotografieren.
Ich mag aber meine Fotos, wenn sie wie Fashion aussehen und scharf und konturreich sind.
Eine größere Schärfentiefe bietet mir genau das, also bin ich meistens mit einer kleinen Blende zufrieden.
Hie ist die Bildserie.
Zuerst wählt man die gewünschte Belichtung. Bei diesem Foto wollte ich dunkle Schatten.

Dieses Foto veranschaulicht, wie das Model mit der Belichtung aussieht, ohne einen Blitz verwendet zu haben.

Jetzt kommt der lustige Teil.
Man stellt die Leistung am Blitz ein, und findet die korrekte Belichtung für das Model.
Was ist aber die richtige Belichtung? Nun, was auch immer man will. Für mich bedeutet es: nur etwas heller.
Ich fange meistens mit 1/8 Blitzleistung an, bei manuellem Blitz.
Ich finde, dass ich für meine Art von Fotos nur selten TTL brauche.

Schauen wir uns den Prozess an.
1. Finde die Belichtung für den Hintergrund,
2. Finde die Blitzstärke heraus, die zum Hintergrund passt,
3. Finde die Position für das icht heraus. Ich mag es meistens von vorne.
Ich meine, dass Frontalbelichtung mit nur wenig Abweichung nach links oder rechts sehr schmeichelhaft ist.
Seht euch den Schatten unter der Nase an, um die Blitzposition zu erkennen.
Hier ist ein anderes Foto, das mit einem nakten Blitzkopf gemacht wurde.

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Verwendung eines kleinen Reflektors
Was ich an einem kleinen Reflektor liebe, ist, dass er sehr gut fokussierbar ist, im Gegensatz zu großen. Er ermöglicht mir eine viel genauere Lichtsetzung.
Hier benutze ich einen kleinen Reflektor.
Wenn ich digital fotografiere, finde ich, dass eine neutrale Farbe, wie silber oder weiß, die besten Ergebnisse bringt. Es ist schwer Wärme aus einen Bild heraus zu bekommen, so dass ich nie mit einem goldenen Reflektor arbeite. Wenn ich Wärme hinzufügen möchte, ist das sehr einfach, aber aus irgendeinem Grund erzeugt es anders herum eigenartige Hauttöne.
Hier sind ein paar Bilder, bei denen ich nur einen kleinen Reflektor benutz habe.
Ihr Gesicht ist vollkommen im Schatten und die Sonne ist ein Kickerlight, das über ihre linke Schulter kommt.
Die Kameraanzeige war perfekt. Es gab genug Schwarz und Weiß, um eine gleichmäßige Matrixmessung zu bekommen.


Das sind noch ine paar weitere Bilder mit dem Reflektor, die mehr Füllicht haben, als die Fotos oben und wo ich ihn als Hautlichtquelle benutzt habe, um das Gesicht auszuleuchten.
Das Hauptlicht ist hier ein vollkommener Schatten, mit einem Reflektor als Füllicht.
Der Reflektor wirft etwas mehr Licht zu ihrer linken Seite, um sie etwas gleichmäßiger ins Licht zu rücken.
Das ist klassisches Beauty Licht, oder Frontallicht.
Der Reflektor ist unterhalb vom Model, um die Schatten aufzuhellen, die eine Lichtquelle von oben produziert hätte. Auch hier ist es wieder vollkomener Schatten, vor einem Vorhang eines Fensters.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause


