Belichtungsmessung
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Belichtungsmessung
Belichtungsmessung | Belichtungskompensation
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Belichtungsmessung mittels der kamerainternen Messung
Die Grundlage einer guten und beständigen Belichtungsmessung ist sich für das eigentliche Objekt in der Gesamtszene zu entscheiden, die man fotografiert .. und danach dann zu belichten. Auf die gleiche Weise, wie man sich für das eigentliche Objekt entscheidet, auf welches man den Fokus legen will, muss man sich auch entscheiden, was das Objekt ist (oder welcher Bereich des Objekts), welches man korrekt belichten möchte.
Wenn wir uns das erste Foto ansehen, sieht man, dass es im Gesamtbild weder große, dunkle oder schattige Bereiche, noch hell leuchtende Sektionen gibt. In diesem Foto sind die Tonung und Farbe eher ‘durchschnittlich’.

Es gibt keine Bereiche, die übermässig hell oder dunkel sind. Die paar verstreuten dunklen Sektionen werden mehr oder weniger durch die helleren Sektionen ausgeglichen. Keine Kamera und kein Fotograf sollte ein Problem damit haben, eine solche Szene richtig zu belichten.
Aber was ist mit den Szenen, die nicht so gleichmäßig beleuchtet sind ??
Nun, hier kommt der kritische Teil .. sehen wir uns das nächste Foto an.
Was ist hier das wichtige Objekt?? Die beiden Männer in dem schmalen Lichtstreifen natürlich; und nicht die dunklen Bereiche. Die Schatten formen lediglich einen natürlichen Rahmen um die beiden Männer und sollten meine Belichtungsmessung in keinster Weise beeinträchtigen.

Ich muss korrekt für mein gewähltes Objekt – die beiden Männer – belichten, damit sie in dieser entsprechenden Einstellung weder zu dunkel, noch zu hell erscheinen. Wenn ich die Belichtung auf den beiden Männern im Sonnenlicht messe, werden die Schatten zu dunklen Formen.
Meine Belichtungsmethode für die Männer war, die Kamera im manuellen Messbetrieb auf ein anderes Objekt zu richten, welches komplett sonnenbestrahlt war und somit die Belichtung entsprechend einzustellen. In diesem Fall habe ich die normale mittenbetone Messung benutzt, da es die einzige Messoption in dieser Kamera war.
Hätte die Kamera eine Spotmessung gehabt, hätte ich eine separate Belichtungsmessung für den sonnenbestrahlen Bereich machen können. Ich hätte die Messung entweder im manuelIen Modus einstellen oder mit dem Messwertspeicher in einem der Automatikprogramme arbeiten können. Ich gebe, wenn immer ich es kann, dem manuellen Modus den Vorzug, da es mir die größtmögliche Gleichheit zwischen den Fotos ermöglicht.
In diesem Fall habe ich absichtlich nicht die automatische Belichtungsmessung benutzt, da die großen Schattenbereiche die Kamera irregeführt hätten. Die mittenbetone Messung misst fast die gesamte Szene. Sie kann nicht mein eigentliches Objekt erkennen. Mit den dominierenden Schatten auf diesem Foto hätte die Kamera eine durchschnittliche Belichtungsmessung ermittelt, die für das eigentliche Objekt – die beiden Männer – zu stark gewesen wäre und sie wären zu sehr überbelichtet. (Auch die Matrixmessung kann nur ’schätzen’ was das Objekt sein soll und versuchen, mittels eines Algorithmus’, zu belichten.)
Deshalb musste ich selbst die Belichtung kontrollieren – in diesem Fall mit einer passenden manuellen Belichtungsmessung.
Auf diese Weise bin ich in der Lage eine Reihe von Fotos zu schiessen, die alle korrekt und gleichbleibend belichtet sind.
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Arbeiten mit digitaler Technik
Diese Seiten waren eigentlich für die Belichtung von Film (Diafilm) gedacht.
Diafilm hat einen sehr schmalen Rahmen für Fehler, im Gegensatz zum Negativfilm (Farbe und S/W). Wenn sie sich als Digitalfotograf der Belichtungsmessung mit dem gleichen Verstand eines Diafilmfotografen nähern, werden sie wahrscheinlich viel seltener die gleichen Frustrationen erleben, wie sie Negativfilmfotografen anfänglich haben, wenn sie auf die Digitaltechnik umsteigen.
Auch wenn es für Digitalfotografen weitere Methoden gibt, wie verschieden belichtete Fotos als Ebenen zu kombinieren, um ein Ergebnis zu bekommen und somit viele Probleme der korrekten Belichtung zu umgehen, bleibt die hier erklärte Methode eine wesentliche Grundlage.
Digitalfotografen haben mit dem unmittelbar auslesbaren Histogramm und der blinkenden Lichteranzeige einen großartigen Vorteil. Das sind zwei wesentliche Werkzeuge, die jeder ernsthafte Fotograf nutzen können muss.
Ausserdem sollte sich schließlich jeder ernsthafte Fotograf bald mit dem Zonensystem oder Teilen davon vertraut werden. Die Methode, die ich hier beschreibe, ist ein Ausfluss daraus. Ich empfehle ausdrücklich, dass jeder der daran interessiert ist die Belichtungsmessung zu verstehen, sich weiter mit dem Zonensystem vertraut machen sollte.
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Bitte beachten: Der Einfachheit der Erklärung auf dieser Seite halber, bin ich nicht auf die Tonalität und Reflektivität der verschiedenen Bereiche eingegangen, sondern nur darauf, wie das Licht auf die Szene und das Objekt einfällt. (Die Reflektivität des Objektes und der Szene zu berücksichtigen ist nur eine Erweiterung des selben Verfahrens und Gedankenganges, aber ich wollte die Ausführungen nicht übermäßig komplex machen)
Es gibt einen bestimmten Grund dafür, dass ich nicht die automatische Messmethode gewählt oder die Belichtungskompensation genutzt, sondern den manuellen Modus gewählt habe.
Ein weiterer Gedanke wäre, dass die Belichtungsmessung mit Zooms mit variierenden Blenden problematisch sein kann.
Ich werde auf einer späteren Seite dazu mehr erklären, wann man zwischen mittenbetonter, evaluativ (Matrix-) und Spot- Messmethoden wählen muss.
Einen Mittelwert aus mehreren Messungen zu ermitteln ist eine weitere Alternative, die manchmal erwähnt wird. ‘Miss die hellen und dunklen Bereiche und und stell dann den Mittelwert als glücklichen Mittelwert ein.’ Meiner Meinung nach könnte das ab und zu gelingen, aber meistens wird man feststellen, dass das eigentliche Objekt über- oder unterbelichtet sein wird; einfach weil die auf diese Weise ermittelte Belichtung nicht die korrekte und notwendige für das Hauptobjekt ist.
Auch wenn man in schwierigen Situationen Belichtungsreihen erstellt, um eine korrekte Belichtung zu erzielen, wird eine grundliegende Methode (wie die oben beschriebene) sicherstellen, dass man mit einem bestimmten Hintergedanken fotografieren und sehr wahrscheinlich sowieso nah an einer richtigen Belichtung sein wird.
Indem man sich an eine bestimmte Methode der Belichtungsmessung und Auswertung der Ergebnisse gewöhnt, schließt man zufällige Näherungswerte aus und baut die Fähigkeit aus, reproduzierbare, zuverlässige und korrekte Messungen vorzunehmen.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause
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