01 – Belichtungskompensation
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Einleitung | Belichtungskompensation | Messmethoden
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Die Belichtungskompensation macht die Messung oftmals komplexer als nötig.
Es ist nur dann nützlich die Belichtungskompensation zu verwenden, wenn der angemessene Bereich beständig heller oder dunkler als “durchschnittlich” ist. Dann könnte man einfach die Belichtungskompensation einsetzen, um das Objekt entsprechend heller oder dunkler erscheinen zu lassen. Ich benutze die Belichtungskompensation auch zum Erstellen von Belichtungsreihen.
In jeder anderen praktischen Situation finde ich es frustrierend herumzuprobieren und die Belichtungskompensation mit dem kamerainternen Messystem in Einklang zu bringen ..

Die Männer sind in diesem Foto meine Objekte und nicht die dunklen Bereiche. Abhängig von der aktuellen Bildkomposition, die ich gewählt habe, oder wie weit ich hinein- oder herausgezoomt habe, hätte ich für JEDE Einstellung eine eigene Belichtungskompensation vornehmen müssen. Und das aufgrund des dunklen Bildanteils, der sich mit jeder veränderten Bildkomposition dramatisch geändert hätte – jedes mal meinen Belichtungsmesser anders beeinflussend- jedoch will ich die passende Belichtung für mein Hauptobjekt beibehalten.
Das Entscheidende, was einem klar werden muss, ist, dass die Belichtungsanzeige meiner Kamera sich ändern wird, wenn ich hinein- oder herauszoome, aber die korrekt errechnete Belichtung meines Objektes selbst – die beiden Männer – nicht. (Falls sich nicht die Lichtverhältnisse ändern, z.B.: vorbeiziehende Wolken etc. Denn dann müsste ich auf die gleiche Art wie vorher eine erneute Belichtungsmessung durchführen.)
Wenn ich mich dazu entschlossen hätte die Personen im fertigen Foto größer abzubilden, dann wären weniger dunkle Anteile vorhanden gewesen und die Belichtungsmessung im automatischen Modus wäre anders. Und andersherum, wäre durch die vermehrt dunklen Bereiche mein Hauptobjekt stark überbelichtet, wenn ich eine kürzere Brennweite verwendet oder weiter herausgezoomt und einfach die automatische Messung genutzt hätte.
Nun, wieviel Belichtungskompensation hätte ich für jede Einstellung wählen müssen? Das hätte ich nur entscheiden können, wenn ich nur die beiden Männer angemessen hätte und dann das Ergebnis mit der Gesamtmessung verglichen hätte, nachdem ich einen anderen Bildausschnitt gewählt habe. Wenn ich versucht hätte die Belichtungskompensation zu verwenden, hätte ich zu viel Zeit damit verbracht Knöpfe und Rädchen zu verdrehen, dass es zu lange gedauert hätte ein solches Foto zu machen. Das wäre kein Problem, wenn man einen Kaktus in der Wüste fotografieren wollte, der in den nächsten Dekaden nirgendwohin gehen wird. Aber für nicht statische Objekte, wie Menschen, ist die Verwendung der Belichtungskompensation zu langsam. Man würde wahrscheinlich den entscheidenden Moment verpassen, während man eine Belichtungsreihe macht oder die Belichtungskompensation einstellt.
In den seltenen Momenten, in denen ich die automatische Belichtung benutze und auch die Belichtungskorrektur einsetze, tu ich das, weil die gesamte Szenerie gleichmäßig heller oder dunkler als durchschnittlich ist. Wenn die Szenerie gleichmäßig dunkler als *durchschnittlich* ist, wähle ich zum Beispiel -1 EV. Das beeinflusst den Belichtungsmesser dahingehend, eine Belichtungsstufe weniger zu geben und folglich entsteht ein dunkleres Foto. Und umgekehrt, für eine Szenerie die heller als durchschnittlich ist, wähle ich beispielsweise +1 EV. Dadurch wird der Belichtungsmesser dahingehend beeinflusst, eine Belichtungsstufe mehr zu geben und ein helleres Foto entsteht. Die exakte Einstellung für die Belichtungskorrektur hängt jedoch davon ab, wie hell/dunkel die Szenerie ausgeleuchtet ist und wie hell/dunkel ich sie darstellen möchte.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause