03 – konstant lichtstarke Zooms
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Messmethoden | konstant lichtstarke Zooms|
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Zoomobjektive gibt es in zwei Ausführungen:
- konstant lichtstarke Zooms, bei denen die Blende während des Zoomens konstant bleibt, (auch wenn sich die Blende in der Realität um 1/3 Belichtungsstufen verändern kann), und
- nicht konstant lichtstarke Zooms, bei denen die Blende sich ändert, während man hinein- oder herauszoomt, z.B.: f/3.5 zu f/5.6. Das dürfte beeinflussen, wie man für einen bestimmte Szenerie die Belichtung misst. Aber ob man diese Veränderung der Blende bei der kamerainternen Belichtungsmessung bemerkt, hängt davon ab, wie die Blendenöffnung von der bestimmten Kamera gesteuert wird.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten, wie die Blendenvorwahlen von den verschiedenen Kameramodellen gesteuert werden:
Wenn die benötigte Blende mechanisch mittels des Blendenrings am Objektiv eingestellt wird, wird diese Information mechanisch an das Kameragehäuse übermittelt und in Verbindung mit der Verschlusszeit, ISO und Belichtungsmethode etc. verrechnet, um eine Belichtungsmessung zu bekommen.
In diesem Fall wird die variierende Blende während der gesamten Reihe von Blendenstufen auftreten. Das heißt: f4 wird zu f5.6 … f8 wird zu f11 … f16 wird zu f22 … während man in die längeren Brennweiten zoomt. Hierbei wird man die Belichtungsmessung sich verändern sehen, während man hinein- und herauszoomt.
Wenn eine benötige Blende elektronisch über ein Wahlrad am Kameragehäuse eingestellt wird, wird diese Information verwendet, um die Belichtung zu errechnen oder das Objektiv auf die benötigte Blende eingestellt, die von der Belichtungsmessung vorgeschlagen wird.
In diesem Fall wird die Blende bei einem nicht konstant lichtstarkem Zoom NUR dann verändert, wenn die maximale Blende gewählt ist und dann eingezoomt wird. Bei jeder anderen Blendenvorwahl, die über das Einstellrad gewählt wurde, wird man die Blende behalten, die man eingestellt hat. Das heisst: f3.5 wird zu f4.5 .. aber f5.6 bleibt f5.6 … f8 bleibt f8 … f11 bleibt f11. Deshalb sieht man im Sucher keine Veränderung der Blichtungsinformation, ausser man zoom von Weitwinkel zu Tele bei weit geöffneter Blende.
Am Beispiel einer Nikon, um den Unterschied zu demonstrieren:
Bei älteren Nikon Gehäusen, wie der Nikon F90x zum Beispiel, muss die Blende am Objektiv selbst eingestellt werden. Darum ist die Verwendung eines nicht konstant lichtstarken Objektivs im Studio eine echte Qual, da sich die Blende beim Zoomen immer verändert.
Bei der modernen Generation von Nikon Kameras, wie der D100 oder F80, wird die Blende am Kameragehäuse eingestellt und eine nicht konstante Lichtstärke ist weniger ein Problem. Das Objektiv verhält sich wie ein konstant lichtstarkes, ausser bei maximaler Blendenöffnung.
Die Belichtungsmessung bei einem nicht konstant lichtstarken Objektiv, wo die Belichtungsmessungen beim Zoomen variieren, ist komplexer, als bei einem konstanten Objektiv.
Das bedeutet, dass wenn man von der Bildkomposition wegzoomt, für die man die Belichtung gemessen hatte, würde man die Einstellungen verändern müssen, um die korrekte Messung zu behalten, da die effektive Arbeitsblende sich beim Zoomen verändert hat.
In diesem Fall muss man für die aktuelle Brennweite messen, die man zu benutzen beabsichtigt.
Zum Beispiel: sagen wir, man hat ein 28-105mm Zoom. Die maximale Blende variiert beim Zoomen zwischen f4 und f5.6. Wenn man nun eine Belichtungsmessung bei 105mm (@ f5.6) vornimmt und eine entsprechende Verschlusszeit im manuellen Modus wählt, wird man die Blende verändern müssen, sobald man auf 28mm zurückzoomt, da sich die Blende auf f4 verstellt hat. Dieser Belichtungsschritt wird sich auf das Foto auswirken, wenn man nicht die Blende auf f5.6 zurücksetzt – was genau die Blende war, für die gemessen wurde.
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Autor: Neil van Niekerk
Übersetzung: Michael Krause